Welche Reifenarten sind betroffen?
Hier geht es hauptsächlich um Hochleistungsreifen, also solche, die unter extremen Bedingungen wie im Rennen eingesetzt werden. Aufgrund ihrer Fähigkeit, auf der Rennstrecke bei hohen Temperaturen zu funktionieren, sind diese Reifen besonders empfindlich gegenüber Kälte und erfordern spezielle Vorsichtsmaßnahmen, die wir im Folgenden erklären.
Motorradreifen, die für andere Einsatzzwecke (Straße, Off-Road, Pendeln usw.) konzipiert sind, werden anders hergestellt, erreichen nicht dieselben hohen Temperaturen und sind daher weniger anfällig für Kälte.
Warum sind Wettbewerbsreifen von Kälte betroffen?
Hochleistungsreifen benötigen länger, um ihre optimale Temperatur zu erreichen, als herkömmliche Straßenreifen (weshalb oft Reifenwärmer verwendet werden, um die Reifen vor dem Rennen auf die richtige Temperatur zu bringen). Dennoch können sie größeren Belastungen und höheren Temperaturen standhalten.

Je stärker der Reifen beansprucht wird, desto größer sind die temperaturbedingten Risiken.
Bei Rennstreckenreifen erfordern die sehr hohen Temperaturen, die mit extremem Grip einhergehen, eine spezielle Mischung der Reifenkomponenten, um diesen standzuhalten.
Dank dieser speziellen Mischung können diese Reifen auch bei Temperaturen von bis zu 150 °C eine gute Leistung erbringen.

Der Nachteil ist, dass sie nicht der Kälte ausgesetzt werden dürfen. Wenn solche Reifen in der Kälte gelagert werden, kann das Profil oder andere Gummibereiche buchstäblich brechen, als wären sie aus Glas.
Daher müssen die Reifen unter geeigneten Bedingungen gelagert werden, die niedrige Temperaturen vermeiden. Falls die Reifen dennoch extremer Kälte ausgesetzt wurden, sollten sie überhaupt nicht mehr gefahren werden.
Der kritische Punkt
Das Problem betrifft jeden Reifenhersteller: Wenn bestimmte Temperaturgrenzen erreicht werden, verlieren Reifen zwangsläufig ihre Leistung und können irreversibel beschädigt werden.
Es gibt eine niedrige Temperaturgrenze, ab der das Gummi seine Elastizität verliert und spröde wird. Dies wird als kritischer Punkt bezeichnet.
Der Gummibruch durch Kälte kann auch im Inneren des Reifens auftreten und daher unsichtbar bleiben. Er kann sich durch einen kleinen Riss oder mehrere größere Risse über den gesamten Reifen manifestieren.
Die Auswirkungen der Temperatur auf die Leistung
Ein Reifen, der niedrigen Temperaturen ausgesetzt war, verliert an Grip-Performance.
Es gibt jedoch auch eine hohe Temperaturgrenze, ab der das Gummi pastös oder viskos wird. Dieser Punkt wird als Umkehrpunkt bezeichnet. Wird die Temperatur des Reifens überschritten, verringert sich ebenfalls die Leistung des Reifens.
Die überwiegende Mehrheit unserer Reifen arbeitet jedoch problemlos innerhalb dieser thermischen Grenzen.
Unterschiedliche Temperaturgrenzen für verschiedene Reifenserien
MICHELIN Power Performance | MICHELIN Power Slick² | MICHELIN Power Cup² | MICHELIN Power CupEVO | MICHELIN Power GP2 | MICHELIN Power 6 | MICHELIN Power 5 | MICHELIN Power SuperMoto | MICHELIN Power SuperMoto Rain | MICHELIN Power SuperMoto Rain / Rain + |
Handhabung, Transport, Lagerung | |||||||||
Keine Handhabung der Reifen bei Temperaturen unter 10° C, um Verformungen oder Brüche zu vermeiden. | Keine Handhabung der Reifen bei Temperaturen unter 5° C, um Verformungen oder Brüche zu vermeiden. | Keine Handhabung der Reifen bei Temperaturen unter -10° C, um Verformungen oder Brüche zu vermeiden | |||||||
Montage und Demontage | |||||||||
Vor dem Montieren oder Demontieren die Reifen mindestens 24 Stunden bei einer Temperatur über 10° C lagern. | Vor dem Montieren oder Demontieren die Reifen mindestens 24 Stunden bei einer Temperatur über 10° C lagern. |
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Für den Transport und die Lagerung gilt: Die MICHELIN Power Performance-Reihe darf nicht bei Temperaturen unter 10 °C genutzt und gelagert werden, um Schäden zu vermeiden.
Diese Grenze wird für folgende Reifen auf 5 °C reduziert:
Und auf -10 °C für diese Reifen:
Für das Montieren oder Demontieren sollte ein MICHELIN Power Performance-Reifen mindestens 24 Stunden lang in einem Raum mit einer Temperatur von über 10 °C gelagert werden.
Für MICHELIN Power Slick², MICHELIN Power Cup² und MICHELIN Power Cup EVO muss die Umgebungstemperatur mindestens 10 °C betragen und mehr als 24 Stunden eingehalten werden, bevor der Reifen montiert oder demontiert wird.

Wie kannst Du die Temperatur Deiner Reifen überprüfen?
Um die Temperatur eines Reifens zu überprüfen, benötigst Du nur ein herkömmliches Thermometer. Wenn der Reifen mehrere Stunden in einem Raum gelagert wurde, kann angenommen werden, dass seine Temperatur der Raumtemperatur entspricht.
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Befolge diese einfachen Vorsichtsmaßnahmen und Du wirst eine hervorragende Leistung und unvergleichliches Fahrvergnügen auf der Rennstrecke genießen!










